Tina Oelker

Die Welt ist eine Ananas, und in ihr wohnt ein Hase.

2007 – 2014

1000 HASEN

Tausend Bilder mit dem Motiv des Feldhasen (Lepus europaeus), das freie Wildtier als Ikone
A thousand pictures with the motif of the European hare – the free wild animal as an icon

Malerei als stetige Selbsterkenntnis und der Hase als Weltenüberbrücker

Der Versuch, das Werk der 1000 Hasen selbst einer Kunstrichtung zuzuordnen führt einen letztendlich immer wieder zur Malerei von Tina Oelker. Sie ist im klassischen Sinn avantgardistisch. Es ist durch das Konzept in seiner Fülle und dem Bezug auf das Wesen der Malerei selbst in der Kunstwelt einzigartig. Als Kind der 70er Jahre durchläuft sie alle Kunstrichtungen des 20. und 21. Jahrhunderts, um sich genau davon zu befreien. Betrachtet man die Hasen chronologisch, wird dieser Prozess deutlich sichtbar.

„Im Gegensatz zur Serienproduktion eines Carl Andre, Donald Judd oder Andy Warhol legt Tina Oelker großen Wert auf den individuellen Gestus ihrer Malerei, in der das Persönliche nicht hinter einer industriellen Produktion verschwindet, sondern – ganz im Gegenteil– zum künstlerischen Prinzip erhoben wird.“ (Dirk Pfaff)

Durch die Eingrenzung von Motiv und Format ist es der Malerei erlaubt sich in diesem klar definiertem Spielraum frei zu entfalten. Grenzen werden spürbar und die Malerei wird auf sich selbst zurück geworfen. Indem sie sich immer wieder vom Motiv löst, gelingt es Tina Oelker, immer wieder neue Variationen zu schaffen.

(english below)

Tageshase # 0001, 1. Dezember 2007 – Tageshase # 1000, 1. Dezember 2014

Am 1. Dezember 2007 begann sie mit dem Tageshasen # 0001. Zu Ostern 2008 waren 100 Hasen gemalt. 2009 wurde der Hase durch Hamburg, New York City, London, 2010 durch München geführt und daraufhin die Hasenmanufaktur Hamburg am Hafen der Hansestadt eröffnet. Nach 600 Tageshasen wurde das Format gesprengt. Es folgten größere Ölgemälde und kleinere Formate auf Papier und Pelz. Die Hasenmanufaktur und der Tageshase # 1000 wurde mit dem Schützenfest-Reloaded im Dezember 2014 abgeschlossen. Die Bilder werden seitdem selektiert ausgestellt und wurden 2021 zum Teil im Buch von Hasen und Göttern veröffentlicht. Eine vollständige Publikation ist für Ende 2024 geplant.

Die Jahreshasen Editionen und ausgesuchte Originale mit dem Hasenzertifikat stehen nach wie vor zum Kauf. Dieses stellt sicher, dass zu einer Gesamtausstellung der 1000 Hasen die einzelnen Originale als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden.

 

Große Hasen / Large formats

STADTHASEN / CITY HARES

 

CHRONOLOGIE

• 1994 Das analoge Foto von Barry Flanagans Bronce Hasen in NYC
• 1998 Karoviertel, Hamburg
• 2001 Karohase
• 2003 Hasenleporello
• 2003 Jagdgedicht | Wild bleibt wild, bis man es gart.
• 2003 Schützenfest in der Milchstrasse 21 A, Hamburg
• 2004 Diplom | Auf Hasenjagd, Der Hase als Motiv in Kunst und Kultur
• 2006 Schützenfest in der Soester Boerde
• 2007 Monatshasen in der Speicherstadt, Hamburg
• 2007 Tageshase # 0001
• 2008 Auf Hasenjagd, Buchveröffentlichung
• 2009 Stadthasen, Collagen, Editionen
• 2009 Stadthase, Hamburg, Kurzfilm
• 2009 City Hare, London, Kurzfilm
• 2009 New York City Hare, Kurzfilm
• 2009 Feier des 250. Hasen, Rialto, Hamburg
• 2010 Münchener Stadthase, Kurzfilm
• 2010 Hasenmanufaktur Hamburg, Hafentor 7
• 2014 Das Leporello, New York City, Kurzfilm
• 2014 Schützenfest-Reloaded, Fest und Kurzfilm
• 2014 Tageshase # 1000
• 2016 Der Hase ist der springende Punkt.
• 2017 Hasen Sie, Frau Oelker?
• 2018 Die Welt ist eine Ananas, und in ihr wohnt ein Hase.
• 2020 1. Edition, Jahreshase
• 2021 Das Buch von Hasen und Göttern
• 2021 2. Edition, Jahreshase
• 2023 3. Edition, Jahreshase

 

JAHRESHASEN / FINE ART PRINT EDITIONS

Please contact here for further instructions

 

Painting as constant self-awareness and the hare as a bridge between worlds

The attempt to assign the work of the 1000 hares itself to an art movement ultimately leads one back to Tina Oelker‘s painting. It is avant-garde in the classical sense. It is unique in the art world due to its conceptual richness and its reference to the essence of painting itself. As a child of the 70s, she goes through all the art movements of the 20th and 21st centuries in order to free herself from them. Looking at the hares chronologically, this process becomes clearly visible.

„In contrast to the serial production of Carl Andre, Donald Judd or Andy Warhol, Tina Oelker attaches great importance to the individual gesture of her painting, in which the personal does not disappear behind an industrial production, but – on the contrary – is elevated to an artistic principle.“ (Dirk Pfaff)

By limiting the motif and format, the painting is allowed to develop freely within this clearly defined scope. Boundaries become perceptible and painting is thrown back on itself. By repeatedly detaching herself from the motif, Tina Oelker succeeds in creating new variations again and again.